Traditions­verein
Mühlhäuser Heimatfeste e.V.

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 / 13:oo Uhr "Weißes Haus"

Die Mühlhäuser Holzfahrt hat ihren Ursprung in einem schönen, freien Tag, den die Mühlhäuser Bürger im Stadtwald verbrachten und steht nicht in Verbindung mit den Holzarbeiten im Wald oder dem gemeinschaftlichen Sammeln von Winterholz. Wer mehr darüber wissen möchte, findet im nachstehenden Beitrag interessante Details aus dem Stadtarchiv von Beate Kaiser/Stadtarchivarin

Geschichtliches zur Mühlhäuser Holzfahrt

Ein beliebtes Sommerfest Zu den traditionellen Festen in Mühlhausen gehört nebem dem Stadtfest, dem Brunnenfest und der Kirmes auch die Holzfahrt.Sie hat ihren Ursprung in einem schönen, freien Tag, den die Mühlhäuser Bürger im Stadtwald verbrachten und steht nicht in Verbindung mit den Holzarbeiten im Wald oder dem gemeinschaftlichen Sammeln von Winterholz. Die Nachrichten über das Fest reichen bis ins Jahr 1798 zurück, als Bürger aus der Straße "Unterm Nussbaum" einen geselligen Tag vor dem "Holzhause", dem "Weißen Haus" feierten und dort einkehren konnten.Das "Weiße Haus" war Dienstgebäude und Wohnung des städtischen Försters, Holzmeister genannt. Er war für die Holzbewirtschaftung des Stadtwaldes verantwortlich.1771 erhielt der Stadtförster die Genehmigung, Bier und Kaffee an Gäste auszuschenken. 1815 feierten die Schuljugend zu St. Nicolai und ein Teil der Bewohner dieser Vorstadt in der freien Natur vor dem "Weißen Holzhaus" einen fröhlichen Tag.Im Mühlhäuser Wochenblatt wird 1825 erstmalig von einer "Holzfahrt" gesprochen, die die Bewohner der Wahlstraße abhielten. Inzwischen hatten sich jedoch aus fast jeder Straße Bürger zu geselligen Fahrten in den Stadtwald zusammen gefunden, und daraus entstand ein wiederkehrendes Volksfest.Nach 1945 wurde die Holzfahrt fast drei Jahrzehnte lang nicht gepflegt. Erst 1974 wurde sie mit neuem Leben erfüllt und seitdem regelmäßig gefeiert.